Samstag, 14. Mai 2011

Hoch hinauf

Da der Blog am Donnerstag nicht funktioneirt hat konnte ich nicht schrieben und ich glaube es sind auch ein paar Kommentare verloren gegangen. Ich freue mich jedenfalls sehr ueber alles was ich von euch hoere, auch von dir liebe Lea!

Das schoene am Reisen in fremde Laender ist, dass sogar die einfachsten alltaeglichen Dinge zu grossen Abenteuern werden. Ein Besuch im Supermakrt z.B., da gibt es so viel Neues zu entdecken (Alex ich denke an dich), oder eine simple Busfahrt. Schon das Auffinden des richtigen Busses war ein Erlebnis, und ihn dann auch noch anzuhalten. Es fahren auf Perus Strassen deutlich mehr Busse, Mikrobusse, Collektivos, Taxis und Tuk-Tuks als sonstwas. Jeder ist unterwegs. Und wiel so viele fahren muss man auch nie lange wrten, es kommt eh immer irgendein Gefaehrt das grad dahin faehrt wo man hinwill. Zum Glueck hat uns ein Mann geholfen in dem Gewirr in den richtigen Bus zu steigen. In 1 1/2 Stunden sind wir durch die Vororte Limas zu den Ruinen von Pachcamac gafharen. Und siehe da, die Stadt steht auf Wuestensand, deutliuch zu sehen an den Strassen in den sdehr heruntergekommenen aermeren Vierteln. Aber dafuer gab es eine Menge zu sehen. Und die Ruinen waren auch sehr spannend, auf einem Huegel im Wuestensand, von dem aus man die ganze Umgebung samt Meer und gruendme Flusstal sehen konnte. Kein Wunder dass mehrer Kulturen hintereinander dort hinpilgerten.

Am Freitag gabs dann gleich 2 neue Buserlebnisse. Auf der Fahrt von Lima nach Huancayo, auf der wir 4818 Hoehenmeter in 4 Stunden ueberwinden mussten, fuhren wir in einem Bus der sich Suite nannte und auch eine war. Monsterfette, superweiche Sessel, es viel mir schwer wachzubleiben um die schoene Landschaft zu geniessen, da ich dank Jetlag immer noch keine Nacht mehr als 6 Stunden schlafe. Es wurde sogar Mittagessen (vegetarisch!) serviert, das ich aber nicht so ganz geniessen konnte. Nach dem hoechsten Punkt ging es kurvig wieder etwas abwaerts Richtung Altiplano. Nach einem Klobescuh (Die Suite hat natuerlich auch ein Klo) war mir schpeibuebel, wohl auch ein bisschen wegen der Hoehe. Nach Cocatee und Effortiltropfen gings etwas besser.
Huancayo ist eine sehr turbulente Stadt ohne grosse Sehenswuerdigkeiten, aber mit vielen sehr freundlichen Peruanern (wie ueberall) und superleckeren Fruechten und Fruchtsaeften (wie auch ueberall). Am Abend barchen wir dann auf zum 2. grossen Buserlebnis, Nachtbus. Diesmal ein simpler Bus (keine Suite) in dem wir die einzigen Gringas waren. Laut Reisefuehrer sollte die Strecke recht ruckelig und waghalsig sein. Dem ruckeln konnten wir nicht entkommen und den Verlauf der Strasse konnten wir in der NAcht auch ganz gut verfolgen, als wir aml aufs Oertchen mussten: eine Schotterspur zwischen Abgrund und aufragender Felswand, kaum Platz fuer ein Auto. Danach habe ich nicht mehr ganz so gut gesclkafen, weil der Bus manchmal recht in Schieflage kam. Und das Rueckwaertsfahren zum Ausweichen bei entgegenkommenden Autos tat meinem MAgen auch nicht gerade gut. Aber wie gut schlaeft man schon in einem NAchtbus. Irgendwann um 5 habe ich dann bemerkt dass wir schon seit langerer Zeit stehen und nur noch halb so viele Leute im Bus schlafen. Wir waren schon um 4 in Ayacucho angekommen, aber der Busfahrer liess uns netterweise wieterschlafen, bis die Sonne aufging. Es ist schoen in Peru.
Auch weil viele Hostels die ganze NAcht ueber besetzt sind, und es kein Problem war um 6 in der Frueh eine Unterkunft zu bekommen.
Da sind wir nun, alle ziemlich erschoepft, aber der Sonnschein und die mind. 30 Grad (auf 2700m) konnten uns von einem Stadtrundgang nicht abhalten. Die Stadt ist sehr nett, in der Fussgangerzone auch ruhig, mit einem grossen Handarbeitsmarkt, also gabs viel zu sehen. Wir haben heute genau 3 Weisse gesehen, demensprechend sind wir eine Attraktion! 3 Gringas mit Wanderklamotten, Sonnenbrillen- und hueten, da ist uns viel Aufmerksamkeit gewiss. Entweder es gibt ein Foto mit uns oder schuechterne Schulmaedchen fragen wo wir herkommen und laufen dann wieder weg. Und Gringas bonitas hoeren wir auch sehr oft. Als keine Minderwertigkeitskomplexe. Und bei so vielen guten Wuenschen die wir fuer die Reise schon bekommen haben kann nichts mehr schiefgehen.
Von der Hoehe merke ich heute nichts mehr, ist ja ber auch nicht so hoch. Beim Besteigen eines Aussichtshuegels habe ich schon geschnauft, aber das tu ich ja immer.
Heute Abend werden wir noch ein vegetarisches Restauramt besuchen und dann wohl frueh schlafen gehen. Morgen werden wir dann Ruinen in der Naehe von Ayacucho besuchen. Sicherheitshalber schreibe ich den Plan fuer die naechste Woche auch noch auf, wer weiss wann es wieder Internet gibt:
Montag Fahrt nach Abancay, Dienstag Planung fuer den Treck (Organisation Fuehrer und Muli, wir gehen eh nicht allein). Mittwoch Start mit dem Treck durch das Vilcabambatal nach Machupichu, dort sollten wir am 7. Tag ankommen, also am Mittwoch den 25.06. wieder in Zivilisation sein.
Ich melde mich sobald ich kann!

2 Kommentare:

  1. Dein lebendiger Bericht bringt mir die freundlichen Peruaner und die Orte direkt vor Augen. Den Suite Bus würde ich auch gerne mal benützen, aber fast 5000m Höhenunterschied auf einer 4-Stunden Fahrt ist für mich unvorstellbar! Habe gerade nachgelesen, dass Cocatee nicht süchtig macht, sondern wie Schwarztee oder Kaffee anregend wirkt, denn natürlich dachte ich gleich an Cocablätter, Kokain...zwinker
    Es beruhigt mich sehr, dass ihr nicht alleine nach Machupichu wandert, dieser Treck wird sicher ein ganz besonderes Erlebnis werden.
    In Gedanken bin ich viel bei dir, Barbara und vermisse dich; aber hauptsächlich freue ich mich, daß es dir gut geht, wünsch dir wunderschöne Tage und drück dich! Mama

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  2. liebe babara.mama möchte mit mir auch nach machu pichu fahren. dort hätte ich sicher angst gehabt. wie du weißt steige ich in kein flugzeug.liebe grüße Lea und Familie.

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