Wir sind gut in Aguas callientes angekommen, sehr muede, mit Schmerzen an allen erdenklichen koerperstellen aber sehr gluecklich. Es waren sehr anstrengende aber v.a. auch sehr wundervolle 5 Tage. Nun sind wir v.a. damit beschaeftigt sauber zu werden und viiiiiiiel zu essen. ich wusste nicht dass ich soooo viel essen kann. Reis mit Ommes frittes und frittierten bananen und Ei, und gemuesesuppe davor und ich koennte schon wieder essen. Ich glaube ich hab da was nachzuholen. Aber nun eine kleine Zusammenfassung der wanderung:
Es war kein grosses Problem in Cachora Mulis und einen guida aufzutreiben, wir kamen am abend an und konnten am naechsten Tag schon starten. Nur mit der Verstaendigung war es etwas schwierig, weil wir ja kommunizieren mussten, dass wir noch Essen und Kochgeschirr, Zelte und schlafunterlagen brauchten. Wir fragten ob es "tiendas" gaebe, daraufhin hiess es, die gaebe es beim Schlafplatz. Darauf vertrauten wir.
Tag 1: start auf 2900m, zuerst 3h recht eben (gemuetlicher start), dann 4h in sengender hitze in steppenlandschaft 1500m nach unten (nicht schoen, da wollt ich shcon umkehren), und dann bei Einbruch der dunkelheit noch 2h wieder rauf auf 2200m. ich mag raufgehen, weil da m,eine fuesse nicht so weh tun! ankunft am Schlafplatz (Kochstelle und wiese fuer wanderer neben einem kleiunen bauernhaus), und zu unser aller Erstaunen eine kalte Dusche (herrlich!!!), aber dafuer kamen wir drauf das wir kein zelt hatten. "Tienda" heisst naemlich nicht nur zelt sondern auch kleiner Laden, und das gab es dort wirklich (Wasser zu europaeischen Preisen). Auf die verzweiflung folgte peruanische freundlichkeit. die Baeuerin liess uns arme gringas in der Abstellkammer auf der Pritsche schlafen. Das war herrlich!
Tag 2: Weiter rauf durch Urwald bis nach Choquequirao auf 3100m, Ankunft am Schlafplatz zu Mittag, unser guida Leoncio kuemmerte sich fortan darum, dass wir ein Dach ueber dem kopf bekamen, diesmal war es eine kleine huette fuer Arbeiter, sogar mit Matratze! Am Nachmittag durchstreiften wir die ruinenanlage von Choquequirao, riesig! wunderschoen! und wir begegneten nur 4 peruanischen touristen.
Tag 3: Kurz weiter nach oben, dann schon wieder in sengender hitze und steppenlandschaft 1500m in naechste Tal hinunter. Da habe ich wieder sehr geflucht, meine armen zehen! Wieso sucht sich ein volk die anden als Lebensraum aus? Immer nur rauf oder runter, kein gerade! aber dann zu mittag Ankunft am fluss und ein Bad darin, herrlich!! danach ging es nochmal 3h rauf, was ich wieder sehr genoss. Uebernachtung in einer Scheune auf Schaffellen. das schoene an der zeltlosigkeit ist, dass uns die Einheimischen zu sich in die Huetten zum Kochen einladen.
Tag 4: rauf, rauf und nochmal rauf. Da hab ich geflucht. wieso tu ich mir sowas an, ich koennte zu hause sitzen oder in der Wanne liegen und muesste nicht stinkend und schwitzend in duenner Luift den Berg raufrennen. Und ich wusste ja noch nichtmal wie hoch ich war. ich merkte nur, dass ich seeeeehr langsam gehen musste um ueberhauot nochb atmen zu keonnen. und dann waren wir oben, 4100. Und diese Aussicht! Und das gefuehl nur noch 2h runter gehen zu muessen, traumhaft! Der Absteig war wunderschoen, auf 3700m in Yanama. Dort durften wir bei einer familie in einer Huette wohnen, wieder auf schaffellen, was auf der hoehe schon etwas kalt ist. Majken war den ganzen Tag schon recht schwach wegen Bauchweh und durchfall und hatte am Abend auch noch Fieber. Deshalb beschlossen wir ein Pferd fuer Majken zu mieten und die letzten 2 Tage in einem zu wandern.
Tag 5: der schoenste Tag (abgesehen von choquequirao), mir war nie zu heiss :o). Zuerst 3h leicht ansteigend in karger Labndschaft nach oben. Erstmals mussten wir mit Jacken wandern. Dann ging es 1 1/2h steil nach oben. Schritt fuer Schritt, wir merkten die Hoehe, wussten aber nicht wie hoch wir waren. auf dem pass dann die erleichterung, es geht wieder nach unten, durch ein waldiges Tal. nachher erfuhren wir, der Pass war auf 4600m, wir sind sehr stolz auf uns. ein schoenes Gefuehl das geschafft zu haben. Nach 3h runterwandern waren wir schon recht muede, hatten aber noch 2h vor uns. und gluecklicherweise auf einer Carretera, einer schotterstrasse, erstmals eben! ich kjonnte es kaum fassen. Optisch natuerlich nicht vergleichbar mit den letzten tagen, aber nach 5 Tagen Wanderung fuer unsere mueden beine genau das richtige. ein Lastwagen brachte uns dann in den naechsten Ort mit hostel (Santa teresa), wo sich majken endlich mal ausschlafen und was essen konnte.
Heute sind wir mit dem vollkommen ueberteuerten zug nach Aguas callentes gefahren, ein ziemlicher kulturschock. aus der Wildnis, wo wir ausser Pferden, kuehen und ein paar Indigenas nur eine franzoesische reisegruppe getroffen haben, in den woghl touristischsten ort in Peru, mit horrenden Preisen (Abendessen in der Wildnis 3 Soles, hier 30 Soles). Aber wir sind kennen uns ja schon ein bisschen aus und finden die billigen Plaetze.
Es ist schoen saubere Waesche zu tragen und hiess zu duschen, die haare zu waschen und frisches Obst zu essen. Aber ich vermisse auch ein bisschen die stille und das wandern, auch wenn ich so viel schimpfen musste. Morgen werde ich wieder schimpfen, denn da starten wir um 4:30 auf den Macchu picchu, 1730 Treppen und ein paar Serpentinen nach oben, damit wir noch rechtzeitig da sind um auch auf den wayna picchu zu duerfen. (beschraenkte Besucherzahl). Heute aber wird nur gegessen, gewaschen und geschlafen. Das Leben ist schoen.
Jetzt gibt es noch ein paar Photos von der Wanderung, aber durcheinander, weil das ordnen zu kompliziert ist:

Aufbruch von Yanama am letzten Tag

Unterkunft in Yanama (Drinnen gestampfte Erde, Schaffell und Decken)

Gluecklich auf 4100m

Man spaziert durch den Wald und ploetzlich sind da ein paar Inkaruinen auf der anderen Seite...
(unten rechts das graue)

Sehr erfrischend: Zuckerrohr kauen

Der heiss ersehnte Fluss in der sengenden Hitze, sind aber noch 1000m nach unten...

unser 1. Guida und die Mulis

Vor den Ruinen in Choquequirao

Am letzten Tag auf ca. 4200m

Nochmal Choquequirao: wunderschoene Aussicht! da haette ich auch mein Haus gebaut!
Photos, die ich noch von den letzten Blogs schuldig bin:
Ruinen von Pachacamac bei Lima

Aussicht auf der Fahrt von Lima nach Huancayo

Leckerer Bananensaft in Huancayo

Fussgaengerzone in Ayacucho